Aus meiner Sicht wirkt die Phase von Sandro Wagner wie ein bewusstes Innehalten. Mit 38 Jahren nimmt er sich Zeit nach seiner Station in Augsburg als Assistent von Bundestrainer Julian Nagelsmann beim DFB. Diese Phase war monatelang still, und man hat vom Trainer des FC Augsburg seit dem 1. Dezember nach seinem Aus wenig gehört.
Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung bricht er sein Schweigen und spricht über das Augsburg-Ende. Er sagt, er hätte die Zeit gerne schöner beendet. Trotzdem war es ein wichtiger Erfahrungswert, weil man gemeinsam beschlossen hat, nicht weiter zusammenarbeiten zu wollen. Für ihn ist das kein endgültiges Ende, das ihn ins Wanken bringt.
Rückzug und neue Perspektiven
Aus meiner Sicht zeigt diese Phase rund um sandro wagner gut, wie ein Trainer nach einer erste Entlassung wirklich wächst. Dennoch nahm Wagner den Moment als Anlass, viele Dinge zu ändern und zu hinterfragen. Er zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und ließ seine Telefonnummer sowie Handynummer früher wechseln, weil er glaube, ganz Fußballdeutschland kannte seine Nummer.
Wie er außerdem erzählte, steckt man oft in der Mühle, drinsteckt und merkt gar nicht, wie anstrengend alles ist. Deshalb war es wichtig, sich kurz rauszunehmen, einmal durchschnaufen und zu reflektieren, was ich aus eigener Erfahrung im Fußball-Alltag gut kenne.
| Kategorie | Information |
|---|---|
| Name | Sandro Wagner |
| Geburtsjahr | 1987 |
| Nationalität | Deutsch |
| Position (als Spieler) | Stürmer |
| Vereine (Auswahl) | FC Bayern München, TSG Hoffenheim, SV Darmstadt 98, Werder Bremen |
| Größter Erfolg | Mehrfacher Deutscher Meister mit dem FC Bayern München |
| Nationalmannschaft | Deutscher Nationalspieler |
| Trainerstationen | Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft, Cheftrainer FC Augsburg |
| Spielstil | Körperlich stark, kopfballgefährlich, direkter Angreifer |
| Persönlichkeit | Meinungsstark, direkt, selbstkritisch |
| Aktueller Fokus | Trainerkarriere und mögliche Rückkehr in den Profifußball |
Umgang mit Kritik und persönliche Entwicklung
Trotz des großen medialen Wirbels in den Monaten fühlte er sich nicht ungerecht behandelt. Er sagte klar nein, sogar null, und erklärte, dass der Fußball total privilegiert ist. Deswegen sei nichts unfair gewesen. Er war als Trainer verantwortlich für die Ergebnisse, also kein Problem. Aus der Augsburg-Zeit bleibt nichts Negatives hängen.
Vielmehr hat er viel gelernt und ist dem FCA immer dankbar. Eine wichtige Lehre aus der Erfahrung in Augsburg, die er gezogen hat, ist sein Image als ohnehin polarisierender und meinungsstarker Mensch nicht noch weiter zu befördern zu dürfe. Einige Aussagen waren ein Stück zu weit vergaloppiert oder ein Halbsatz hat gefehlt, wie er selbst sagte.
Nach Spielen will er ruhiger bleiben. Er erinnerte dabei an den aktuellen Bayern-Coach Vincent Kompany, der in dieser Hinsicht ein großes Vorbild ist, weil er kaum angreifbar wirkt und das beherrscht wie kaum einer so gut.
Selbstkritischer Blick auf seine Rolle im Klub
Aus meiner Sicht zeigt Sandro Wagner hier einen sehr selbstkritischen Moment, denn gerade in Augsburg hatte sein Image den Anschein, als würde er den Klub überstrahlen, was sich durch die damalige Konstellation dort und das entstehende Bild so ergeben konnte; genau das erweckte bei vielen Beobachtern den Eindruck, dass er vielleicht zu präsent wirkt.
Vielleicht ist es genau dieser Punkt, an dem er sagt, dass er sich künftig besser überlegen müssen wird, wie er als Trainer und als Person wirklich ins Gesamtgefüge hinpasse, damit das Umfeld offen für Veränderungen bleibt und die Leute auch richtig Bock draufhaben, gemeinsam zu arbeiten – ein Gedanke, der aus meiner Erfahrung im Fußball zeigt, wie wichtig Selbstreflexion im Umgang mit Teamdynamiken ist.
Blick auf eine mögliche Rückkehr
Im Umfeld von Sandro Wagner geht es um eine baldige Rückkehr zur Trainerbank, wie er der SZ als Trainer erklärt. Er sagt, er werde sich nie hinstellt und „Hallo“ sagen, dass er bereit oder heiß sei, sich anbiedern zu arbeiten, wenn er es nicht gewollt hat.
Aktuell findet er es reizvoll, Gespräche zu führen, Feedback zu einholen, ein Gefühl für Möglichkeiten zu bekommen, und wenn es passt, dann lege er los, wenn es nicht weiter sagt, er hätte schon wieder können.
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Vorbilder für die nächste Trainerphase
Im Umfeld von Sandro Wagner geht es künftig darum, besonnener aufzutreten, auch weil er selbst sagt, dass er oft polarisiere und als Ex-Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft eine klare Lehre aus Augsburg gezogen hat: sein Image nicht unnötig zu verstärken. Sportlich verteidigte er dabei seine Arbeit beim FCA. Denn sein Auftrag war es, den Spielstil zu verändern und jungen Spielern Chancen zu geben, was er nach eigener Aussage auch glaube gemacht hat, wie er erklärte.
Für seine weitere Trainerlaufbahn setzt er nun stärker auf Pragmatismus und orientiert sich an klaren Vorbildern wie Gian Piero Gasperini (AS Rom), Roberto De Zerbi (Tottenham Hotspur, Brighton) und Cesc Fàbregas (Como 1907). Diese stehen für ein Spiel aus der Abwehr heraus, das vieles revolutioniert hat.
Die Trainerbank und eine mögliche Rückkehr bleiben dabei offen, auch wenn es bereits Angebote gab. Entscheidend ist für ihn das richtige Projekt. Wenn es komme, will er wieder loslegen.
