Der Mensch Joachim Streich war nicht nur ein Rekordspieler und Torjäger der DDR, sondern auch ein als Gegenspieler gefürchteter und zugleich geliebter Mann, dessen Talent, Ehrgeiz und unbändigem Torinstinkt eine ganze Ära prägte; ich erinnere mich, wie oft sein Name im DDR-Fußballs fiel, wenn es um echte Größe ging, und selbst vier Jahren nach seinem Tod, als er am 13. April 2022 verstarb, wirkt die von ihm hinterließene Lücke noch immer kaum zu füllen, was ihn bis heute zu einer echten Legende macht.
Eine andere Perspektive auf Größe im Fußball
Heute, vor vier Jahren, starb ein Mann, den viele als größte Torjäger und beste Spieler des DDR-Fußballs sehen: Joachim Streich, oft liebevoll als Gerd Müller des Ostens nannte; obwohl sein Körpermaß nur 1,73 Meter groß war und er äußerlich kaum herausgestochen ist, habe ich aus eigener Erfahrung im Fußball gelernt, dass genau solche Spieler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten auf dem Fußballplatz alle überragte, was auch seine Zahlen zeigen.
229 Tore erzielte er in 378 Spielen der DDR-Oberliga, wo er für 1. FC Magdeburg und Hansa Rostock spielte, zudem in 102 Länderspielen als Rekordnationalspieler und mit 55 Toren als Rekordtorschütze der DDR-Auswahl, und schließlich wurde er 2021 in die Hall of Fame des deutschen Fußballs aufgenommen.
| Kategorie | Informationen |
|---|---|
| Voller Name | Joachim Streich |
| Bekannt als | „Gerd Müller des Ostens“ |
| Geboren | 13. April 1951 in Wismar (DDR) |
| Gestorben | 16. April 2022 |
| Nationalität | Deutsch (ehemalige DDR) |
| Position | Stürmer |
| Körpergröße | ca. 1,73 m |
| Jugendverein | BSG Aufbau Wismar |
| Wichtige Vereine | FC Hansa Rostock, 1. FC Magdeburg |
| DDR-Oberliga | 223 Tore in 321 Spielen |
| Nationalmannschaft | DDR-Nationalmannschaft |
| Länderspiele | 102 Einsätze |
| Tore im Nationalteam | 55 Tore |
| Olympische Spiele | Bronzemedaille 1972 |
| Weltmeisterschaft | Teilnahme 1974 (DDR) |
| Rekorde | Rekordnationalspieler & Rekordtorschütze der DDR |
| Auszeichnung | Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Fußballs (2021) |
| Vermächtnis | Einer der größten Stürmer der DDR-Fußballgeschichte |
Vom Nachwuchs in Wismar bis zum Durchbruch in Magdeburg und Rostock
Als 16-Jähriger wechselte Joachim Streich zum FC Hansa Rostock, ein mutiger Schritt, der ohne das übliche Delegierungsverfahren erfolgte, doch aus meiner Sicht zeigt genau das, wie früh seine Karriere begann, denn schon mit sechs Jahren bei BSG Aufbau Wismar war sein Weg klar.
Er etablierte sich schnell als Leistungsträger, bevor der Wechsel 1974 zum 1. Magdeburg ihn endgültig Richtung Olymp führte, wo er an der Elbe echte Vereinsgeschichte schrieb und 223 Tore in 321 Spielen erzielte, das Team viermal zum Titel des Torschützenkönigs der Oberliga brachte und seine Erfolge sich nicht nur auf die Vereinsebene beschränkten.
Denn in 102 Länderspielen für die DDR-Nationalmannschaft mit 55 Treffern wurde er Rekordnationalspieler und torschützen, wobei ein besonderer Moment der Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 1972 war sowie das erste Tor der DDR bei der Weltmeisterschaft gegen Australien, während die bittere Ironie bleibt, dass er beim legendären 1:0-Sieg gegen die BRD auf der Bank saß, eine Entscheidung, die bis heute diskutiert wird.
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Ausgerechnet im berühmtesten DDR-Spiel auf der Bank
Joachim Streich, dessen Spitzname Strich und auch Gerd Müller des Ostens war, besaß eine enorme Schusskraft, denn seine Abschlüsse zischten wie ein Strahl ins Netz, im Ausland war er wegen seiner Schlitzohrigkeit und Stärke gefürchtet, doch manche Journalist und Funktionär vorwarfen ihm fehlende Laufmeter, was er mit einem Lächeln und dem Verweis auf seine vielen Tore locker wegsteckte.
Seine 102 Länderspiele und 55 Einsätze in der Nationalmannschaft zeigen die herausragende Zahlen und machten ihn zum DDR-Rekordhalter, doch im legendären WM-Spiel 1974 in Westdeutschland, dem 1:0-Sieg gegen die BRD, saß Joachim Streich überraschend auf der Bank, da Trainer Georg Buschner aus taktischen Gründen einen Stürmer weniger im Gruppenspiel gegen Chile aufbot, weil er nach einer Erkältung geschwächt nicht in Topform war.
Trotz seiner Rolle blieb dies ein Kurios der Geschichte, besonders nach seinen Erfolgen bei den Olympischen Spielen 1972 mit Bronzemedaille, seinem erstes WM-Tor der DDR-Geschichte gegen Australien, und dem späteren Wermutstropfen, als er den historischen Olympiasieg der DDR 1976 in Montréal wegen eines Schlüsselbeinbruchs verpasste.
