Aus meiner Sicht im Leistungssport merkt man sofort, wie wichtig ein klarer Wechsel an der Spitze ist: Sie soll die deutschen Biathlon-Frauen wieder auf Kurs bringen, und genau hier beginnt die spannende Phase mit Sandra Flunger, 44, die nun wird neue Chef-Bundestrainerin bei den deutschen Damen.
Die Österreicherin übernimmt das Amt von Sverre Olsbu Røiseland, 35, was das hat der Deutscher Skiverband am Montagmorgen offiziell bekannt gegeben – ein Schritt, der aus meiner Erfahrung oft frischen Fokus, neue Energie und bessere Strukturen ins Team bringt.
Neue Dynamik im Verband
Aus meiner Erfahrung im Wintersport wirkt ein Trainerwechsel oft wie ein Neustart: betreute 2018 bis 2024 Frauen-Nationalmannschaften Österreichs der Schweiz, wo sie zuletzt als Cheftrainerin gearbeitet hat, bringt Sandra Flunger jetzt genau dieses Wissen mit.
Unterstützt wird in Zukunft von Denny Andritzke, 37, der das Amt des Co-Trainers übernimmt, während Kristian Mehringer, 44, eine andere Rolle innerhalb des Verbandes bekommt – ein Schritt, der im Alltag oft mehr Stabilität ins Trainerteam bringt.
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Name | Sandra Flunger |
| Nationalität | Österreich |
| Beruf | Biathlon-Trainerin / ehemalige Biathletin |
| Aktuelle Position | Chef-Bundestrainerin der deutschen Biathlon-Frauen (DSV) |
| Sportlicher Hintergrund | Ehemalige aktive Biathletin |
| Trainer-Erfahrung | Cheftrainerin der österreichischen Frauen, später der Schweizer Frauen- und Nationalteams |
| Bekannte Athletinnen | Lisa Hauser |
| Größte Erfolge | Entwicklung von Athletinnen bis zur Weltspitze, internationale Trainererfolge |
| Trainerstil | Fokus auf Potenzialentwicklung, Strukturaufbau und langfristige Leistungssteigerung |
| Aktive Trainerjahre | seit ca. 2018 im internationalen Spitzensport |
| Aktuelle Aufgabe | Neue Cheftrainerin der deutschen Biathlon-Frauen |
| Verband | Deutscher Skiverband (DSV) |
| Hauptziel | Rückkehr der deutschen Biathlon-Frauen in die Weltspitze und Erfolg bei Weltcup & Olympia |
| Bekannt für | Aufbau erfolgreicher Frauen-Teams im internationalen Biathlon |
| Stärken | Erfahrung im Weltcup, Athletenentwicklung, Team- und Strukturaufbau |
Fokus auf Entwicklung und Struktur
In der Verbandsmitteilung zeigt Flunger klar ihre Richtung: Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe im Deutschen Skiverband und die damit verbundene Herausforderung. Sie möchte Erfahrung einbringen und gemeinsam mit dem Trainerteam sowie den Athletinnen das Team gezielt weiterentwickeln, denn Deutschland gehört seit jeher zu führenden Biathlon-Nationen.
Entsprechend muss es unser Anspruch sein, das vorhandene Potenzial bestmöglich entwickeln und dafür müssen Strukturen weiterentwickelt werden, was ich persönlich als entscheidenden Faktor für nachhaltigen Erfolg sehe.
Weg an die Weltspitze mit Lisa Hauser
In meiner Sicht auf den internationalen Biathlon zeigt sich besonders deutlich, wie prägend ein langfristiger Aufbau sein kann: Sandra Flunger, Flunger, selbst, früher, Biathletin, war zunächst Cheftrainerin der österreichischen Frauen, die sie intensiv betreut und dabei auch Lisa Hauser an die Weltspitze gebracht hat.
Zwischen 2018 und 2024 arbeitete sie mit den Schweizer Frauen, ehe sie in den vergangenen beiden Jahren als übergreifende Schweizer Biathlon-Nationalmannschaft fungierte und dabei einige Erfolge feierte, immer mit dem klaren Ziel, das vorhandene Potenzial bestmöglich entwickeln, neue Impulse setzen und im internationalen Vergleich konkurrenzfähig bleiben – wie sie selbst einmal sagte, ist sie seit Jahren die einzige Cheftrainerin im internationalen Biathlon-Sport.

Umbruch nach enttäuschender Saison
Aus meiner Sicht zeigt der aktuelle Wandel im Biathlon sehr deutlich, wie eng Leistung und Struktur verbunden sind: Denny Andritzke, Andritzke, war in den vergangenen sechs Jahren als leitender Disziplintrainer der Lehrgangsgruppe 2b tätig und zuletzt für die Frauenmannschaft am Stützpunkt Oberhof mit Vanessa Voigt verantwortlich.
Nach einer enttäuschenden Olympia-Saison, in der das deutsche Team keinen einzigen Saisonsieg errang, blieb als Höhepunkt nur Antholz und Bronze in der Mixed-Staffel, was einen größeren Umbruch im gesamten System auslöste.
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In diesem Kontext verändert sich auch die Trainerlandschaft stark: Kristian Mehringer, nach acht Jahren als Frauen-Coach im DSV, übernimmt nun eine neue Funktion, während Sverre Olsbu Røiseland, der Norweger, nach vier Jahren in die Heimat zurückkehrt und neuer Cheftrainer der norwegischen Damen wird.
Gleichzeitig kam es zu weiteren Veränderungen durch den Sport-Rücktritt von Franziska Preuß, der Ex-Weltmeisterin, sowie den Abschied von Felix Bitterling, dem Sportdirektor des Deutschen Skiverband (DSV), der zum Weltverband (IBU) wechselte.
Neuer Kurs im deutschen Frauen-Biathlon
Aus meiner Sicht zeigt diese Trainer-Entscheidung im Frauen-Biathlon sehr klar, wie stark der Fokus auf die Zukunft gerichtet ist: Mit der Sandra Flunger, der Flunger-Verpflichtung, werden im deutschen System die Weichen für die Zukunft komplett neu gestellt.
Für die deutschen Biathlon-Damen im Weltcup-Winter 2025 und 2026 soll sich viel verändern, nachdem die Frauen nur dreimal auf dem Podium standen, darunter zweimal in der Staffel mit Platz 3 in Hochfilzen und Oberhof.
Die zurückgetretene Franziska Preuß, 32, blieb mit einer einzigen Podestplatzierung im Einzelrennen ein Ausnahmefall, während die DSV-Frauen sonst leer ausgegangen sind – auch bei der Olympia.
Der DSV-Sportdirektor Bernd Eisenbichler begründet die Trainer-Entscheidung damit, dass die neue Cheftrainerin aus der Schweiz bereits sehr gute Arbeit auf höchstem Niveau geleistet hat und sich als Trainerin etabliert hat. Besonders ihre Arbeit mit der österreichische Top-Athletin Lisa Hauser, die sie über viele Jahre betreut hat, habe maßgeblich Entwicklung Weltspitze beigetragen.
Flunger kennt die Anforderungen Weltcup genau, bringt die notwendige Expertise für die Frauenmannschaft mit und soll das Team gezielt weiterentwickelt – ein klares Zeichen zukünftige Ausrichtung Frauenbiathlon.
