Als ich die Situation bei Paukenschlag, Union Berlin beobachtet habe, fiel mir sofort auf, wie eine schwachen Rückrunde oft unterschätzt wird, bis eine desaströsen 1:3-Niederlage wie in Heidenheim alles verändert; bei den Eisernen zog man die Reißleine, der Trainer Steffen Baumgart (54) ist weg, und man spürt deutlich, wie ein Verein in so einem Moment neu denken muss.
Denn plötzlich übernimmt überraschend Marie-Louise Eta (34) als erste Chef-Trainerin in der Bundesliga, was ich persönlich als mutigen, aber auch längst überfälligen Schritt sehe, weil genau solche Entscheidungen oft frischen Wind bringen, auch wenn sie zunächst riskant wirken.
Unerwarteter Wechsel und neue Dynamik
Als ich selbst ähnliche Situationen im Fußball verfolgt habe, wirkt es besonders intensiv, wenn ein Klub am Samstag kurz vor Mitternacht handelt und ein Trainer-Team freigestellt wird. Genau das passierte bei Union Berlin, wo Steffen Baumgart sowie seine Co-Trainer Kevin McKenna (46) und Danilo de Souza (42) gehen mussten.
Währenddessen übernimmt Marie-Louise Eta (34), die bisher U19-Trainerin war und eigentlich für den Sommer bei den Frauen eingeplant war, mit sofortiger Wirkung und steht direkt unter Druck.
Der Verbleib in der Bundesliga ist wegen der engen Punkteabstände in der unteren Tabellenhälfte nicht gesichert. Der Verein hat ihr diese anspruchsvolle Aufgabe anvertraut, weil genau in solchen Situationen die Stärke entsteht, wenn alle Kräfte bündeln.
Hintergrund und Erfahrung
Marie-Louise Eta ist in Dresden geboren und eine erfolgreiche Fußballerin. Sie spielte im defensiven Mittelfeld bei Turbine Potsdam, wurde Deutsche Meisterin und hat die UEFA Women’s Champions League gewann. Außerdem wurde sie in allen Jugend-Nationalmannschaften von U15 bis U23 berufen.
Bereits 2023 war sie als Co-Trainerin bei Union Berlin im Einsatz. Ihr Ehemann Benjamin Eta ist ein Ex-Fußballer und ebenfalls Trainer. Nach seiner Zeit bei Tennis Borussia Berlin, wo er gefeuert wurde, coacht er jetzt die Frauen von RB Leipzig.

Alarmierende Bilanz nach der Winterpause
Aus meiner Sicht zeigt die enttäuschende Rückrunde, dass man sich vom Tabellenstand nicht blenden lassen darf, denn die Lage ist weiterhin bedrohlich und wir benötigen dringend Punkte, um den Ligaverbleib zu sichern, wie auch Horst Heldt, Geschäftsführer Profifußball der Männer bei Union Berlin, in einer Mitteilung zitiert wird.
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Dabei stehen nur zwei Siege aus vierzehn Spielen seit der Winterpause im Raum, und die schwachen Leistungen der letzten Wochen geben kaum Überzeugung, dass eine Trendumkehr in der aktuellen Konstellation noch gelingt, weshalb man entschieden hat, jetzt neu anzusetzen, um die Situation nicht weiter zu verschärfen.
Plötzlicher Bruch trotz Vertrauen im Januar
Aus meiner eigenen Beobachtung im Fußball wirkt das sportliches Ende von Steffen Baumgart bei Union Berlin besonders überraschend, vor allem wegen der anhaltenden Negativserie, denn erst im Januar wurde sein Vertrag mit dem früheren Union-Spieler noch vorzeitig verlängert.
Die Berliner hatten große Erwartungen, als der gebürtige aus Rostock stammende Coach die Köpenicker Anfang 2025 als Trainer übernommen hat und die Mannschaft in der vergangene Saison auf Platz 13 geführt hat.
Neue Verantwortung und klare Überzeugung bei Eta
Aus meiner Erfahrung im Fußball zeigt sich oft, dass eine Nachfolgerin wie Marie-Louise Eta eine große Aufgabe übernimmt, auch wenn es zunächst wie Neuland wirkt, denn als frühere Co-Trainerin im Abstiegskampf von Köpenick hat sie bereits wichtige Phasen begleitet.
Zwischen November 2023 und Mai 2024 konnte sie genau solche Drucksituationen kennenlernen, weshalb sie nun interimistisch bereit ist zu übernehmen, bevor sie im Sommer wie geplant zur Cheftrainerin der Profimannschaft der Frauen wird, während Horst Heldt ihre klare Überzeugung im Team betont, dass sie die entscheidenden Punkte noch holen kann, was sie auch selbst bereits bereit erklärt und ergänzt hat.
